Aktiv werden

Warum aktiv werden?   

In allen Kulturen konnten sich Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren für den Eintritt in die Gesellschaft vorzubereiten. Sie konnten ihre Kraft einsetzen für die Gemeinschaft, lernten soziale Netze aufbauen und ihre Rechte und Pflichten kennen. Gleichzeitig konnten die Jungen den Alten etwas beibringen - neue Techniken und Umgangsweisen.   

„Viele Leute konnten unser Entsetzen nachvollziehen und waren beeindruckt von unserem Einsatz. Sie unterschrieben mit einer Selbstverständlichkeit, die wir kaum fassen konnten. Aber es gab auch einige Menschen, die unserem Anliegen keine Aufmerksamkeit schenkten, da sie anderer Meinung waren oder keine Zeit für uns hatten. Doch nach den ersten Versuchen entspannte sich die Lage und es machte uns sogar Freude die Menschen über dieses Thema aufzuklären. Wir kamen mit einigen sogar ins Gespräch und unterhielten uns angeregt über dieses Thema.“ Klasse 9cR, Haupt- und Realschule Nidda, Unterschriftenaktion „Keine Waffen für Kinder“, 2007  

Sorry, habe keine Zeit

Heute ist in der Schule kaum noch Zeit, soziale Kompetenzen zu lernen. Die Lehrpläne sind enger geworden und Projekttage und –wochen müssen oft eingegrenzt werden.  Da ihr aber in der Schule eingebunden seid, habt auch ihr oft weniger Zeit, als ihr gern hättet, um soziale Projekte zu starten.  Deswegen haben wir Abstufungen eingebaut, so dass ihr jederzeit kleine oder große Aktionen wählen könnt – je nach euren zeitlichen Möglichkeiten.  Solidarität ist auch dann möglich, wenn der Stundenplan wenig Zeit lässt. Alle vorgeschlagenen Aktionen lassen eine Minimaldurchführung zu.   

Soll die Welt doch bleiben, wie sie ist! 

 HIV-Infizierte Jugendliche bekommen nicht ihre Medikamente, ohne die sie nicht überleben können. Wer hilft ihnen?  

Kinder werden in Kriegen der Erwachsenen als Soldaten missbraucht. Wer kümmert sich um sie?  

Kinder werden gezwungen, sich zu prostituieren – sie zerbrechen daran! Wer tut was dagegen?  

Alte Menschen vereinsamen. Sie haben zu keinem Menschen Kontakt. Wer setzt sich zu ihnen?  

Das Klima verändert sich. Es wird gefährlich und ungemütlich! Wer tut was dagegen?  

Vielleicht habt ihr da wirklich eine Aufgabe: Macht den Erwachsenen klar, dass ihr eine andere Welt haben wollt. Denn schon morgen ist es eure Welt!     

Was habe ich davon?

Da sind wir bei den Menschenrechten. Sie gelten für die Kinder und Erwachsenen in aller Welt. Oft aber werden sie nicht beachtet. Es kommt auf euch an, für ihre Einhaltung zu sorgen. Neben der wichtigen Tatsache, dass ihr die Welt verbessert, lernt ihr viel für euch selbst.  

       Wer sich für die Rechte anderer einsetzt, lernt auch seine eigenen kennen.  
       Wenn ihr eine Aktion organisieren könnt, werdet ihr davon auch in Schule und Beruf profitieren.  
       Das Wissen, wie die Gesellschaft, die Politik und die Medien funktionieren werdet ihr immer brauchen können.  
       Ihr lernt im Team zu arbeiten, andere Menschen einzubinden, Kontakte zu pflegen. Dazu gehört, überzeugen und vermitteln können.  

Für euch auch nicht ganz unwichtig: Ihr bekommt von uns als Anerkennung eurer Arbeit ein Urkunde. Das hilft euch sehr bei euren Bewerbungen, weil der Einsatz für andere Menschen als soziale Kompetenz gewertet wird und sehr angesehen ist.